Impuls zum 3. Advent

Manche Gedanken sind zu schön, um auf sie zu verzichten.

Die Idee von einer Welt, in der alle bekommen, was sie zum Leben brauchen. Auch die märchenhafte Vorstellung, dass die Guten am Ende belohnt und die Bösen bestraft werden. Der Gedanke, dass da jemand ist, der über mich wacht. Die Sportfreunde Stiller singen in einem ihrer Songs: „Ich finde den Gedanken viel zu schön, viel zu schön, um ohne ihn weiter zu zieh‘n“.

Klar, ich weiß auch: Die Wirklichkeit sieht anders aus. Ich muss jetzt nicht aufzählen, was nicht schön ist und nicht gut läuft in dieser Welt. Es genügt ein kurzer Blick in die News-App oder die Tageszeitung. Wir werden geflutet mit schlechten Nachrichten und Schreckensmeldungen.

Gegen die Schreckensmeldungen seiner Zeit singt der Prophet Jesaja an:

„Wie schön!
Der Freudenbote kommt über die Berge gelaufen!
Er bringt eine gute Nachricht
und verkündet Frieden und Rettung.“

(Jesaja 52,7)

Diese gute Botschaft zieht sich durch den Advent: Gott ist da für uns. Was jetzt noch schlecht läuft, wird Gott zum Guten wenden. Ja, das ist ein Traum. Ein Adventstraum. Ich brauche diese Träume, um zuversichtlich zu bleiben: „Ich finde den Gedanken viel zu schön, viel zu schön, um ohne ihn weiter zu zieh‘n“.

Dr. Karsten Dittmann, Pfarrer

Beitragsfoto: Nadil Jayakody /Pixabay

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