Impuls zum neuen Jahr

„Siehe ich mache alles neu!“ Diese Zusage lädt ein, nicht im Alten zu verharren: nicht im Zynismus, nicht in der Angst, nicht in der Resignation. Wir können heute schon anfangen, anders zu leben – mutiger, barmherziger, hoffnungsvoller. Mitten in einer unruhigen Welt gilt: Das Letzte hat nicht das Chaos, sondern Gott. Und er sagt: Siehe, ich mache alles neu.
Dieser Satz klingt wie ein Gegenentwurf zu den täglichen Schlagzeilen. Während wir eine Welt erleben, die von Krisen, Kriegen, Klimasorgen und gesellschaftlichen Spannungen geprägt ist, spricht Gott kein Durchhalte-Mantra, sondern eine Verheißung: Veränderung ist möglich. Gott sieht die Risse unserer Zeit – und erklärt sie nicht zum Ende der Geschichte. „It´s a new dawn, it´s a new day“ singt Cynthia Erivo bei den Proms `22. Das Neue kommt nicht, weil wir alles im Griff haben, sondern weil Gott handelt. Wo Scherben sind darf und kann etwas neues entstehen – die Japaner nennen das „Kintsugi“: Die Kunst des goldenen Zusammensetzens.
Stephan Draheim
Landespolizeipfarrer der Ev. Kirche v. Westf.

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