Wochenimpuls zum Sonntag Okuli (20. März 2022)

7 Wochen üben

3. Woche: umdenken

„Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.“

Der 1953 verstorbene französische Künstler Francis Picabia hat dieses geflügelte Wort geprägt. Gegen Engstirnigkeit und Stillstand – nicht umsonst hat er sich dies radikal zum Thema gewählt. Der Krieg und die großen Fragen der Nachkriegszeit haben ihn bewegt. Krieg schien bis zum 24. Februar für uns sehr weit weg. Dieser Zustand ist nun vorbei. Was bedeutet es aber, wenn sicher Geglaubtes ins Wanken gerät? Wir müssen umdenken. Die Fastenzeit ist eine Zeit, in der wir genau das tun sollen: neu nachdenken. Uns Zeit nehmen für das Kalibrieren unseres Inneren Kompasses. Das darf in zaghaftem, tastenden Suchen geschehen. Das kann auch mal in radikale Entscheidungen münden. Üben halt. Es tut ohnehin gut: uns immer wieder neu mit dem zu befassen, wie wir leben wollen – auch angesichts der Zerbrechlichkeit des Lebens. Die Bibel hat dazu eine klare Botschaft: Denkt um – der Tod hat nicht das letzte Wort. Umdenken zu üben bedeutet also immer auch, Vertrauen zu üben. Dem Leben etwas zutrauen: Mich. Dich. Uns. Neu denken.

Machen Sie mit?

Ihre Stefanie Alkier-Karweick

(Landespolizeipfarrerin der EKvW)

 

Diesen Impuls als PDF-Datei: 7 Wochen üben – 3. Woche

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