Gedenkfeier – „Mitten im Leben vom Tod umfangen“

Gedenkveranstaltung am LAFP

Präses Annette Kurschus hat die Polizisten gewürdigt, die im Dienst ums Leben gekommen sind. Bei einer Gedenkfeier in Selm-Bork erklärte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen: „Die Lücke, die der Tod von Kolleginnen und Kollegen reißt, lässt sich nicht einfach dadurch schließen, dass andere Menschen nun ihre Arbeit tun.“ Deshalb brauche eine Organisation wie die Polizei Orte der Erinnerung, an denen die schmerzliche Lücke offen gehalten wird.

Ein solcher Ort wurde 2011 im Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der nordrhein-westfälischen Polizei in Selm-Bork geschaffen: der „Wächter“, eine mächtige Stahlfigur. Hier kamen nun erstmals Polizistinnen und Polizisten, Angehörige und Vertreter der Politik zusammen, um der im Dienst gestorbenen Kollegen zu gedenken. Für das Innenministerium nahm Ministerialdirigent Wolfgang Düren an der Feier teil. Seit Bestehen des Landes Nordrhein-Westfalen sind mehr als 100 Polizistinnen und Polizisten im Dienst getötet worden, mehr als 400 starben im Zusammenhang mit dienstlichen Aufgaben.

Präses Kurschus erinnerte an den alten Liedvers „Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen“. Diese Worte stünden auch für die christliche Zuversicht: „Mitten im Tod wird Gott uns mit seinem Leben umfangen.“ Der bitteren Gewissheit, dass auch in Zukunft Polizisten im Dienst zu Tode kommen, könne man nicht ausweichen. Gott gebe die Kraft weiterzugehen, mitten im Leben, vom Tod umfangen.

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