Impuls zum 1. Advent
Polizeibeamte und -beamtinnen sehen hinter viele Fassaden:
Hinter der repräsentativen Eingangstür liegt das Leid durch häusliche Gewalt.
Hinter dem Lächeln des Zeugen liegt die Lüge zugunsten des Beschuldigten.
Hinter der Unsicherheit einer Jugendlichen liegt die Angst, zurück geschickt zu werden in ein Zuhause, das keines für sie ist.
Die Sehnsucht nach einem heilen Leben wird stärker, je mehr solcher Erfahrungen man macht. Und oft wächst nebenher die Befürchtung, dass die eigene Arbeit letztlich nicht helfen kann …
Ein helles Zuhause, auf das man sich freuen kann, ein warmes Gefühl, mit dem man empfangen wird, eine Welt, in der man sich geborgen fühlt: Alles das brauchen wir Menschen und sehnen uns danach.
Der Advent weckt diese Sehnsucht und lässt sie nicht austrocknen, mit jedem Fensterchen des Adventskalenders auf Weihnachten hin wird sie gestärkt: die Hoffnung darauf, dass diese Welt Friedliches und Freundliches für jede und jeden von uns bereithält. Jeder Arbeitstag in der Polizei hat kann dazu beitragen.
Die Adventszeit hilft, daran zu denken, jeden einzelnen Tag, bei jedem Fenster des Kalenders.
Judith Palm
Polizeipfarrerin
Foto: iStock

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